„Als Kind träumt man davon“

Marco Friedl in Episode #31 des WERDER-PODCAST
Januar 2017: Der 18-jährige Marco Friedl steht erstmals im Kader des FC Bayern - beim Auswärtsspiel im Weser-Stadion (Foto: Nordphoto).
Podcast
Donnerstag, 02.05.2019 / 08:00 Uhr

von Maximilian Hendel

Kirchbichl ist eine kleine Tiroler Gemeinde mit gut 5.800 Einwohnern. Mehr als 100 Kilometer entfernt liegt die Säbener Straße in München. Über sieben Jahre lang pendelte Marco Friedl erst zwei bis dreimal die Woche, später nahezu täglich zum Trainingsgelände des FC Bayern, wohin er im zarten Alter von gerade einmal zehn Jahren wechselte.

Da Marco Friedl auf einen festen Platz im Internat der Münchner verzichtete, um den Schulabschluss in Österreich machen zu können, hieß es also zu jedem Training hin und zurück, immer mit dem Auto. Die Eltern teilten sich rein, aber weil Vater Roland Vollzeit als Polizist arbeitet, chauffierte vor allem Mutter Caroline ihren Sohn. „Ich bin ihnen dankbar für alles, was sie gemacht haben. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen“, unterstreicht Marco Friedl in Episode #31 des – von Media Markt präsentierten – WERDER-PODCAST.

Doch aller Aufwand, alle Disziplin, aller Freizeitverzicht sollten sich auszahlen. Friedl sticht hervor, fällt nicht nur in den Leistungsmannschaften des Bayern-Nachwuchses auf, sondern wird darüber hinaus auch in sämtliche österreichische Juniorennationalteams berufen. Nachdem Heiko Vogel, damaliger U23-Coach des FCB, ihm noch als 17-jährigen A-Jugendlichen im November 2015 zum Regionalliga-Debüt – ausgerechnet im kleinen Lokalderby gegen den Nachwuchs des TSV 1860 – verhilft, geht alles ganz schnell.


Nicht einmal eineinhalb Monate später sitzt er im Flieger, der den Rekordmeister ins Wintertrainingslager bringt. Urplötzlich steht Marco Friedl aus Kirchbichl mit Robert Lewandowski, Arjen Robben, Manuel Neuer und all den anderen Weltklasseakteuren auf dem Trainingsplatz – und die Anweisungen kommen von Pep Guardiola. „Die ersten Einheiten war ich wirklich sehr nervös. Als Kind träumt man davon, dass man da irgendwann mal mittrainieren und im bestmöglichen Fall auch mitspielen darf“, erinnert sich der heute 21-Jährige.

„Das ist schon etwas Atemberaubendes, unglaublich, so etwas zu erleben, dafür werde ich bis an mein Lebensende dankbar sein“, schwärmt Friedl von seiner Anfangszeit noch unter dem spanischen Welttrainer. „Pep ist einfach ein Meister in dem, was er macht. Er hat zu 100 Prozent eine absolut genaue Vorstellung davon, was er haben will“ und verlangt das „von jedem einzelnen Spieler bis zur Perfektion.“ Allerdings muss sich der Linksfuß noch fast zwei Jahre gedulden, ehe ihm dann Jupp Heynckes zum ersten Mal auf die ganz große Bühne schickt. Im November 2017 feiert er sein Champions-League-Debüt auswärts beim RSC Anderlecht, drei Tage später folgt schließlich in Mönchengladbach auch die Bundesliga-Premiere.

Für Marco Friedl war es buchstäblich ein langer weg nach oben – erst führte dieser zehntausende Kilometer hin und her zwischen Kirchbichl und München. Seit Januar 2018 nun spielt Friedl für den SVW. In Episode #31 des WERDER-PODCAST spricht der 21-jährige Verteidiger am Mikrofon von Moderator Markus Biereichel unter anderem darüber, welcher peinliche Moment ihm gleich am Anfang seiner Bremer Zeit auf dem Trainingsplatz unterlief, was die Grün-Weißen ihm bedeuten und ob er sich hier auch eine Zukunft über das Saisonende hinaus vorstellen kann. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW.

 

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