Weit mehr als Ersatz

Veljkovic vor Startelf-Rückkehr
Will sich in Langkamps Abwesenheit für einen Startelf-Platz empfehlen: Milos Veljkovic (Foto: nordphoto).
Profis
Freitag, 08.03.2019 / 08:33 Uhr

Von Daniel Gerdes

Sebastian Langkamp wird dem SV Werder bis zur Länderpause nicht zur Verfügung stehen (siehe Extrameldung). Sein Ausfall ist gleichbedeutend mit einer Chance für den zuletzt in der Herausforderer-Rolle agierenden Milos Veljkovic, der sich während Langkamps Abwesenheit mit guten Leistungen wieder für einen Stammplatz empfehlen kann.

Für den talentierten serbischen Nationalspieler dürften die ersten Monate des Kalenderjahres 2019 nicht zu zufriedenstellend gewesen sein. Veljkovic und Langkamp kämpfen seit der Wintervorbereitung um den Innenverteidiger-Platz neben Niklas Moisander. Zum Rückrundenstart baute Florian Kohfeldt auf den erfahreneren Langkamp. Für Veljkovic blieb in Hannover zunächst nur der Platz auf der Bank übrig. Eine ungewohnte Situation für den 23-Jährigen, der unter Kohfeldt von Beginn an zum Stammpersonal gehörte. 

Hat sehr ansprechende Trainingsleistungen gezeigt: Milos Veljkovic (Foto: nph).

Die neuen Gegebenheiten meisterte Veljkovic allerdings "sehr gut", wie sein Chefcoach findet. "Zwischen uns gab es viele Gespräche und auch im Mannschaftsverbund hat er sich immer fehlerfrei verhalten“, schildert Werders Übungsleiter. Die Spielpraxis fehlt dem Serben nicht. Er wurde gegen Frankfurt eingewechselt, spielte in Nürnberg über 90 Minuten und kam zuletzt beim 1:1 in Wolfsburg (zum Spielbericht) mehr als eine Halbzeit lang zum Einsatz.

Florian Kohfeldt ist überzeugt davon, dass Veljkovic, der nach dem Training zuletzt oftmals Extraschichten einlegte, auch gegen die Schalker „sein Spiel machen wird. Er wirkt ruhig und fokussiert und ich bin mir sicher, dass er sehr gute Leistungen bringen wird“. 

Milos Veljkovic hat auf jeden Fall in den Spielen gegen Schalke am Freitag (ab 20.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) und in Leverkusen die Chance, sich zu beweisen. Was danach passiert, ließ sein Trainer offen. „Es wäre unfair, jetzt zu diskutieren, wer nach der Länderspielpause von Anfang an spielt. Ich attestiere beiden gute Qualitäten und wir werden das thematisieren, wenn Basti wieder fit ist“, so Kohfeldt über die momentane Situation in der Werder-Innenverteidigung.