"Bremen ist meine zweite Heimat"

Theodor Gebre Selassie im Interview
Mittlerweile ein echter Bremer: Theodor Gebre Selassie, seit sieben Jahren beim SVW (Foto: Heidmann).
Interview
Mittwoch, 13.11.2019 / 11:30 Uhr

Das Interview führte Yannik Cischinsky

Siebeneinhalb Jahre, 239 Spiele und 19 Tore: Theodor Gebre Selassie hat in seiner Zeit beim SV Werder schon einiges miterlebt. Der Rechtsverteidiger wechselte kurz nach der Europameisterschaft 2012 zu den Grün-Weißen und ist seitdem nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. Nun packt der Routinier noch ein weiteres Jahr drauf und verlängert seinen Vertrag an der Weser (siehe Extrameldung).

WERDER.DE hat mit dem zurückhaltenden Tschechen über seine Vertragsverlängerung gesprochen.

WERDER.DE: Du hast nun zum dritten Mal deinen Vertrag verlängert. Was waren deine Beweggründe?

Theodor Gebre Selassie: „Dafür gibt es mehrere Erklärungen. Meine Familie und ich sind sehr glücklich in Bremen. Natürlich beobachten wir, in welche Richtung sich der Verein entwickelt und das gefällt mir. Es macht mich sehr stolz, weiterhin ein Teil des Ganzen zu sein und somit freue ich mich auf meine Zukunft bei Werder.“

WERDER.DE: Stichwort 'Zukunft'. Welche Ziele möchtest du noch mit dem SV Werder erreichen?

Theodor Gebre Selassie: „Die kurzfristigen Ziele sind ganz klar definiert. Wir werden weiter um die internationalen Plätze kämpfen, egal wie die aktuelle Tabellenkonstellation ist oder die öffentliche Meinung. Wenn wir alles geben, bin ich mir sicher, dass wir das auch schaffen können.“

"Bremen wird immer ein Teil unseres Lebens sein."
Theodor Gebre Selassie

WERDER.DE: Seit deiner Zeit bei Werder hast du 19 Bundesliga-Tore erzielt. Im DFB-Pokal hingegen noch keins. Ist das vielleicht ein Anreiz für dich?

Theodor Gebre Selassie: „Echt? Das wusste ich gar nicht. Aber nein, das ist nicht unbedingt ein Ziel. Ein Tor zu erzielen ist immer schön, aber die Mannschaft steht immmer im Vordergrund. Ich möchte mit Werder in diesem Wettbewerb auf jeden Fall noch etwas erreichen. Am schönsten wäre natürlich das Finale in Berlin. Das ist ein Ziel von uns allen.“

Theodor Gebre Selassie jubelt am liebsten vor der Ostkurve (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Du hast immer gesagt, dass deine Familie eine große Rolle bei deinen Entscheidungen spielt...

Theodor Gebre Selassie: „Ja, das war ein großer Faktor bei meiner Entscheidung. Unser ältester Sohn Noe fühlt sich hier sehr wohl und wird wohl bald die erste Klasse besuchen. Er freut sich sehr. Auch deshalb haben wir uns dazu entschieden, noch ein weiteres Jahr hier zu bleiben."

WERDER.DE: Nach dem bereits angekündigten Karriereende von Claudio Pizarro wärst du ab dem Sommer der Spieler mit den meisten Einsätzen für Werder. Was bedeutet dir das?

Theodor Gebre Selassie: „Ich bin wirklich lange hier und habe einiges mitgemacht. Ich freue mich und will natürlich auch in der kommenden Saison viele Einsätze sammeln.“

WERDER.DE: Du hast die längste Zeit deiner Karriere hier verbracht. Was bedeutet dir die Stadt Bremen?

Theo Gebre Selassie: „Über sieben Jahre hier zu sein, ist eine verdammt lange Zeit. Bremen ist unsere zweite Heimat. Das ist ganz klar. Wir haben im Laufe der Jahre viele Freunde gefunden und fühlen uns pudelwohl. Bremen wird immer ein großer Teil nicht nur meines, sondern unseres Lebens sein.“

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