3. Auflage des Jump Off ein voller Erfolg

Bo Kanda Lita Baehre aus Leverkusen sprang mit 5,40m einen neuen Platzrekord © Holger Seibke
Leichtathletik
Samstag, 27.05.2017 / 07:52 Uhr

Philipp Mehrtens / Olaf Kelterborn

Der Jump Off des SV Werder Bremen ist ein ganz besonderes Leichtathletikmeeting. Hierüber waren sich nach der dritten Auflage alle Teilnehmer einig. Angetrieben durch ein tolles Publikum und laute Bässe aus den direkt neben der  Sprunganlage platzierten Boxen nutzten viele Athleten die perfekten äußeren Bedingungen für persönliche Bestleistungen und Normen für nationale sowie internationale Meisterschaften.  

Das Feld der Stabhochspringerinnen ließ auf einen spannenden Auftakt hoffen und das Bremer Publikum wurde nicht enttäuscht. DovileScheutzow vom Schweriner SC konnte mit 3,90 m in der U 18 erneut die WM-Qualifikationsnorm für Nairobi knacken. Noch besser machte es ihre Zwillingsschwester LauréScheutzow, die die magische Grenze von 4 Metern knackte und für eine neue deutsche Bestleistung sorgte. Das Ticket für Kenia scheint ihr nicht mehr zu nehmen zu sein. Zwischen das Duo schob sich die U20-Springerin und Lokalmatadorin Kim-Michelle Schwenke vom SV Werder mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 3,90 m. Damit fehlen auch ihr nur noch 15 Zentimeter bis zur EM-Norm für die U20 Europameisterschaften im italienischen Grossetto. „Ich bin superhappy, denn eigentlich bin ich mit einer dicken Erkältung in den Wettkampf gegangen“, so Schwenke nach dem Wettkampf. „Aber das Bremer Publikum hat mich immer wieder nach vorne getrieben“.

© Holger Seibke

Der Sieg ging an Friedelinde Petershofen vom SC Potsdam mit neuem Platzrekord von 4,30 m. Die hervorragenden Bedingungen konnten ebenfalls Janina Selvarajah und Stina Seidler vom SV Werder für sich nutzen, denn beide hakten mit 3,70 bzw. 3,60 die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften ab.

Der besondere Charme des Jump Off-Meetings besteht auch darin, dass alle Sprungdisziplinen parallel in einer Stadionkurve ausgerichtet werden. Dadurch haben die Zuschauer die Chance, allen Disziplinen gleichzeitig und aus direkter Nähe beizuwohnen. Und so gab es nicht nur im zentralen Stabhochsprung tolle Bremer Leistungen zu vermelden. Den Hochsprung der Frauen konnte erwartungsgemäß die 5. der U20 WM des letzten Jahres Mareike Max (SV Werder Bremen) mit starken 1,82 m für sich entscheiden. Sie bestätigte damit erneut ihre absolute Topform und auch die U20 EM-Norm für Grossetto (1,81 m). Platz zwei belegte ihre Vereinskameradin Nele Wöltjen, die mit 1,70 m die DM-Norm überquerte. Im Dreisprung der U20 sprang Marit Köpp vom Bremer LT mit 11,61 m nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern auch einen neuen Landesrekord. Ihre Schwester Anneke Köpp (ebenfalls Bremer LT) siegte hingegen im Weitsprung der Frauen mit 5,43 m.

© Holger Seibke

Der Höhepunkt des Tages folgte dann mit der U20-Europameisterschaftsqualifikation der männlichen U20 im Stabhochsprung. Leider musste dabei Philip Kass (SV Werder), der am letzten Wochenende mit 5,31 m noch die EM-Norm und neuen Bremer Landesrekord gesprungen war, erfahren, dass Stabhochsprung ein diffiziles Zusammenspiel aus der Auswahl des richtigen Härtegrads des Stabs im Zusammenspiel mit dem richtigen Wind bei der richtigen Höhe bedeutet. Denn Kass schraubte sich jedes Mal in atemberaubende Höhen, die andeuteten, dass von ihm in dieser Saison noch deutlich mehr als die 5,31 m zu erwarten sind. Am Ende fiel die Latte aber aufgrund des Timings bereits bei 5,10 m, so dass es für ihn mit Platz drei und 4,90 m nicht optimal lief. Besser machte es am Freitag Bo KandaLitaBähre vom TSV Bayer 04 Leverkusen, der Shootingstar der deutschen Leichtathletik. Er überquerte in seinem ersten Versuch überhaupt mit 5,20 m direkt die EM-Norm, steigerte sich dann auf die Weltklassehöhe von 5,40 m und scheiterte erst denkbar knapp an seiner neuen persönlichen Bestleistung von 5,55 m. 

Ein äußerst positives Fazit zogen die Organisatoren des SV Werder Bremen. „Das Jump Off-Meeting bietet alles, was die Athleten und die Zuschauer sich in der heutigen Zeit wünschen“, erklärt Wettkampfleiter Kim Jokel. „Ein kompaktes Meeting in drei Stunden, bei dem es Schlag auf Schlag geht und die Zuschauer direkt am Geschehen mitfiebern können“, so Jokel weiter. Und so wird es auch im nächsten Jahr ganz sicher eine Neuauflage des Jump Off auf Platz 11 geben.

Die Ergebnisse sind hier zu finden: Jump Off 2017

 

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