"Ich kann mich sehr gut selbst einschätzen"

Kevin Möhwald in Episode #29 des WERDER-PODCAST

Kevin Möhwald erzielte in 18 Spielen fün den SVW zwei Tore (Foto: nordphoto).
Podcast
Mittwoch, 17.04.2019 // 16:54 Uhr

von Lukas Kober

Die Karriere eines Fußball-Profis beginnt früh, sehr früh. Bereits in jungen Jahren sollen Nachwuchs-Spieler schon voll ins Profi-Geschäft einsteigen. Beispielsweise gehört mit Josh Sargent ein junges Talent zum festen Kader des SVW und der amerikanischen Nationalmannschaft, das vor seinem Wechsel zu Grün-Weiß nur in der IMG Academy spielte. Gegensätzlich zu dieser Laufbahn steht der heutzutage ungewöhnliche Werdegang von Kevin Möhwald. Der defensive Mittelfeldspieler nimmt in seiner Karriere sorgfältig eine Hürde nach der nächsten. Seit dieser Saison ist er in der Bundesliga voll angekommen - mit 25 Jahren.

„Ich habe für mich gesehen, dass ich diesen stetigen Weg weitergehen will. Ich hatte zwar einige Angebote, die ich früher hätte wahrnehmen können, aber das habe ich für mich einfach nicht gesehen“, erklärt der gebürtige Erfurter im, von Media-Markt ermöglichten, WERDER PODCAST. Kevin Möhwald begann seine Fußballer-Karriere in der Jugend seines Heimatvereins Rot-Weiß Erfurt. Dort begegnete er dem damaligen RWE-Profi und jetzigen Werder-Chefscout Sebastian Hartung. „Da stand ich als kleiner Jugendlicher am Spielfeldrand und habe meine Kommentare abgegeben und wollte immer mitspielen im Training. Er fand das damals nicht ganz so witzig“, berichtet „Möh“ mit einem Lachen. Hartung und Werders jüngster Ehrenspielführer Clemens Fritz sollten den 25-Jährigen später zum SVW locken.

Doch zuvor ging es für Kevin Möhwald in die 2. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg. Beim „Club“ brauchte er eine Saison, um sich im neuen Umfeld wohlzufühlen. Möhwald bestätigt: „In Nürnberg war ich nicht Stammspieler. Ich habe hart gearbeitet, bis ich dann zum stellvertretenden Kapitän ernannt wurde.“ Als etablierter Stammspieler schaffte er mit dem FCN den Aufstieg in die Bundesliga. Ein Wechsel in Deutschlands höchste Spielklasse wäre auch schon vorher möglich gewesen, doch der Verbleib habe ihn gut auf den nächsten Sprung vorbereitet. „Ich kann mich sehr gut selbst einschätzen, was auch für meine Entwicklung positiv war“, so Möhwald.

Seit dieser Saison ist der Mittelfeldspieler Teil des SV Werder. „Zu Beginn hatte ich auch noch meine Probleme, weil es einfach etwas ganz anderes war“, gibt Möhwald zu. Die Geschwindigkeit, die Athletik und die individuelle Qualität seien die größten Hürden für ihn gewesen. „Aber ich bin in meiner Entwicklung auch geduldig geblieben und habe die Hinweise, die ich bekommen habe, aufgenommen und verarbeitet.“ Diese Hinweise bekommt er, unter anderem, auch von seiner „Erfurter-Clique“: „Du Pflaume!“, ruft ihm Werder-Chefscout Hartung nach einer eher schwächeren Leistung zu, erzählt Möhwald. „Ein Lob ist da eher rar gesät.“

Mittlerweile hat sich Möhwald an die Bundesliga gewöhnt. Dabei half ihm neben der Mannschaft auch sein lockeres Mundwerk. Der Spaßvogel hat immer einen lockeren Spruch oder eine lustige Geschichte auf Lager. Zwar würden sich "einige sehr freuen, wenn ich mal meine Stimme verliere", witzelt er, trotzdem legt er auch viel Wert auf die kleinen Details im Umgang seiner Mitmenschen: "Ich glaube, so wie man sich verhält, so begegnet es einem persönlich auch selbst. Das sollte man sich immer bewahren. So etwas geben die Menschen einem eben auch zurück."

Mit Humor und viel Charme ist Kevin Möhwald zu Gast in der neuesten Ausgabe des Werder-Podcast. Gemeinsam mit Moderator Felix Ilemann spricht er über seine Lieblingsserien als Kind, weshalb er jeden Menschen, den er trifft, nett grüßt und wie seine Jugendzeit bei seinem Heimatklub Rot-Weiß Erfurt gewesen ist. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW.

 

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