Ein Tag vor der Kamera

WERDER.DE begleitet Davy Klaassen am Media Day

Zwischen den verschiedenen Stationen blieb immer wieder Zeit für Spaß (Foto: WERDER.DE).
Profis
Donnerstag, 18.07.2019 // 18:16 Uhr

Von Lukas Kober

Mannschaftsfoto, Grüße auf Japanisch oder Skill-Challenges – für die Werder-Profis stand am Mittwoch der alljährliche Media Day der Deutschen Fußball Liga (DFL) an. Davy Klaassen, der die Abläufe aus der niederländischen Eredivise und aus der englischen Premier League kennt, erlebte seinen ersten Medientag mit dem SVW. „Egal in welcher Liga, es ist vor allem ähnlich anstrengend“, sagte der 26-Jährige erschöpft nach der letzten von neun Stationen, aber mit einem Schmunzeln im Gesicht.

12.17 Uhr: „So, jetzt bitte alle auf den Boden gucken und auf mein Kommando alle mit dem schönsten Lächeln zu mir schauen“, brüllt der Fotograf durch das leere wohninvest WESERSTADION. Vor ihm steht der nahezu komplette Kader des SV Werder für die neue Bundesliga-Saison. Es ist Zeit für das offizielle Mannschaftsfoto und das dauert nur wenige Augenblicke, da ist es geschafft. Die Werderaner werden anschließend in kleine Gruppen von vier bis fünf Personen eingeteilt. Davy Klaassen lacht vor Freude laut auf, als er und seine Mitstreiter vorgelesen werden: Niklas Moisander, Benjamin Goller und Kumpel Stefanos Kapino. Los geht's!

Spaß bei der Video-Station, Comedy-Show vor dem Bluescreen:

Zwei Schritte vor, stehen bleiben und lächeln: Davy Klaassen beim Video-Dreh (Foto: W.DE).

12.25 Uhr: Klaassens „Gruppe F“ wartet in der Mixed-Zone auf Station eins - die GIF-Station für die Social-Media-Kanäle des SV Werder. Der Niederländer steht alleine vor der Kamera mit einem Playstation-Controller in der Hand. Er bewegt sich nach links und rechts, so, als würde er versuchen die Kurven eines Autorennens optimal zu nehmen. Es dauert nicht länger als zehn Sekunden, da werden ihm die nächsten Utensilien gereicht: Torjubel, Daumen hoch, Stopp, Nicken, Kopf schütteln. Ein Schild mit der Aufschrift „NEW POST“ oder ein WERDER.TV-Mikrofon werden reingereicht. „Das ist ein bisschen, wie eine Comedy-Show“, sagt der Mittelfeldspieler. Was dabei rauskommt, werden die grün-weißen Fans bald sehen.

13.10 Uhr: Werders Rekordtransfer steht in der Leichtathletik-Halle. Wieder muss er auf den Boden gucken, wieder richtet sich sein Blick auf Kommando in die Linse der Kamera. Dieses Mal steht er allein vor einer blauen Wand. Seine Gruppenmitglieder haben es sich auf der danebenliegenden Matte gemütlich gemacht. Kurz bevor Werders Nummer 30 auch diese Station souverän zu meistern scheint, bricht Stefanos Kapino in Lachen aus. „Du hast so ein wunderschönes Lächeln“, scherzt der Torhüter. Klaassen kann seine professionelle Fassade nicht aufrechterhalten und steigt in das schallende Gelächter mit ein. Es dauert ein wenig, bis er sich beruhigen kann. „Es ist alles seine Schuld. Ich wusste das so etwas passiert“, entschuldigt er sich grinsend beim Leiter der Video-Station. Ohne Spaß funktioniert ein langer Tag wie dieser nicht. Kurz darauf ist auch der letzte „Take“ im Kasten. Mit einem freundschaftlichen Schubser gegen den Griechen verabschiedet sich der Niederländer mit „Gruppe F“ zum nächsten Stand.

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13.35 Uhr: Die nächste Station ist für die internationalen Medien. Hier produziert die DFL im Auftrag verschiedener TV-Sender aus der ganzen Welt sogenannte Aufsager, die zwar nicht aktuell, aber im weiteren Saisonverlauf ausgestrahlt werden. Allerdings sind davon nur Profis der Kategorie „Top-Spieler“ betroffen. Freund Kapino und Nachwuchsspieler Benjamin Goller machen sich daher schon auf den Weg, während Klaassen mit Niklas Moisander warten muss. „Ich werde vieles davon wahrscheinlich nicht mehr sehen“, sagt der 26-Jährige kurz bevor er vor die Kamera tritt. Dann richtet sich der Scheinwerfer auf ihn. Er fängt an zu grinsen und sagt: „Happy Thanksgiving!“

14.30 Uhr: Davy Klaassen ist erschöpft. Über zwei Stunden hat er nun schon in Kameras gegrüßt, geschrien und gejubelt. Als er auf Platz zehn des Werder-Trainingsgeländes läuft, strahlt er wieder. Ein Ball rollt ihm vor die Füße. Er ist an der Challenge-Station angekommen und muss gegen Kollegen beim Zielschießen bestehen. Nachdem Kapino und Goller den Ball über das Tor dreschen und nur Moisander ins rechte obere Eck trifft, legt sich der Niederländer den Ball auf den Elfmeterpunkt. Er muss in eine der leicht schräg stehenden Tonnen treffen, um zu gewinnen. Es ist ein Spielchen wie bei FIFA19. „Druck! Das kannst du nicht“, ruft Kapino Klaassen hinterher. Der Niederländer läuft an und chipt den Ball in einen der Behälter. Er jubelt mit der Geste, die er in den vergangenen Stunden geübt hat. Mit diesem Erfolg endet der Tag für Gruppe F. „Es war sehr anstrengend, vor allem nach der langen Vormittagseinheit“, resümiert Davy Klaassen. Die Ergebnisse des Media Days können die grün-weißen Fans auf den offiziellen Kanälen des SV Werder anschauen und selber nutzen.

 

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