1981-1987

Wiederaufstieg und Beginn der Rehhagel-Ära

Otto Rehhagel wird in Werders Wiederaufstiegssaison Cheftrainer, später wechselt auch Rudi Völler an die Weser

Die 80er Jahre begannen für den SV Werder Bremen zweitklassig. Die Norddeutschen hatten nach Platz 17 zum bisher einzigen Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen. Lange sollten die Bremer aber nicht dort bleiben. Trainer Kuno Klötzer, der wenige Spiele vor Saisonende sein Traineramt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste, sowie sein Nachfolger Otto Rehhagel führten das Team von der Weser 1981 direkt zurück ins Fußballoberhaus. Es war ein Start in eine überaus erfolgreiche Ära. Gemeinsam mit Manager Willi Lemke baute Coach Otto Rehhagel über Jahre eine Mannschaft auf, die es mit den Besten in Deutschland und später auch Europa aufnehmen konnte - Und zum Hauptkontrahenten des FC Bayern München aufstieg.

Erwin Kostedde, der die Bremer 1981 mit 29 Toren zurück in die 1. Bundesliga geschossen hatte, verließ den Verein 1982/83 in Richtung Frankreich zu Stade Laval. Torjäger-Ersatz war schnell gefunden. Ein gewisser Rudi Völler wechselte als frisch gebackener Zweitliga-Torschützenkönig an die Weser. An der Seite von Spielern wie Norbert Meier, Frank Ordenewitz, Thomas Schaaf, Johnny Otten, Benno Möhlmann, Manfred Burgsmüller, Frank Neubarth oder Dieter Burdenski reifte Völler später zum internationalen Klasse-Stürmer. 

Klassensprung und Titelträume

In der Saison 1985/1986 vergibt Werder nur knapp die Meisterschaft.

Direkt nach dem Wiederaufstieg 1981 sollten die Bremer durchstarten. Das Thema Abstieg war auf Jahre hinaus kein Thema mehr. Ganz im Gegenteil. Nach dem Klassensprung landete die Rehhagel-Elf sechs Mal in Folge unter den Top Fünf der Tabelle. Titel gab es in dieser aufstrebenden Phase des Vereins aber noch nicht zu feiern. Dafür wurde Werder 1983, 1985 sowie 1986 Deutscher Vize-Meister. 1983 und '85 verpassten die Norddeutschen dabei den Titel jeweils nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. 1983 hatte der HSV die Nase vorn, 1986 der FC Bayern.

Am 22. April 1986 hätten die Grün-Weißen im heimischen Weser-Stadion bereits vorzeitig alles klar machen können. Michael Kutzop, der sonst alle seine Strafstöße verwandelte, schoss - beim Stand von 0:0 - in der 88. Minute gegen Bayern München einen Elfmeter an den rechten Pfosten. Werder verpasste somit den vorentscheidenden Siegtreffer. Einen Spieltag später vergab das Team auch die letzte Chance auf die Schale, als es gegen den VfB Stuttgart, gegen den schon ein Remis gereicht hätte, mit 1:2 eine weitere Niederlage setzte. Die Münchner zogen auf den letzten Drücker an Werder vorbei an die Spitze und somit zur Schale. Lange mussten sich die Werderaner aber nicht grämen. Der Meistertitel sollte schon bald folgen

 

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