Licht und Schatten für Werders Sprinter

Das 4x100m Staffelteam der U16 sprintete in die Top 20 Deutschlands © Jörg Großmann
Leichtathletik
Montag, 08.07.2019 // 08:19 Uhr

Olaf Kelterborn

Windböen und langanhaltender Regen am Samstag, dafür aber trockenes Wetter am Sonntag, die Bedingungen für die Deutschen U16 Meisterschaften in Bremen hätten besser sein können. Ähnlich durchwachsen liest sich auch die Bilanz der Werder Athleten. Aus Regenburg gab es derweil erfreuliche Sprintergebnisse zu vermelden.

Zunächst ein Blick nach Bremen auf die Sportanlage in Obervieland. Werders U16 Athletinnen und Athleten hatten es in diesem Jahr geschafft sich in drei Einzeldisziplinen sowie mit zwei 4x100 Meter Staffeln für die nationalen Titelkämpfe in der Heimatstadt zu qualifizieren. Dementsprechend motiviert bereiteten sie sich im Vorfeld vor und hatten allesamt den Plan möglichst nah an ihre persönlichen Bestzeiten heranzulaufen.

Dieser Plan wurde am Samstag, am Tag der meisten Vorläufe, jäh zerstört, denn der einsetzende Regen und starke Wind machte besonders Collien Oliviera Stubbe und Tom Graap zu schaffen, die über 300m Hürden bzw. 300m antraten. Stubbe, die noch vor einer Woche bei den norddeutschen Meisterschaften in neuer Bremer Landesrekordzeit von 46,76 sec über die Langhürden sprintete, musste den Bedingungen etwas Tribut zollen und überquerte die Ziellinie nach 47,58 sec und wurde damit 18. von insgesamt 27 Läuferinnen. Ihr Mannschaftskollege Tom Graap, der insgeheim auf eine Platzierung in den Top-10 gehofft hatte, kam ebenfalls nicht an seine Bestzeit von 37,67 sec heran, holte mit 38,03 sec und Rang 12 allerdings dennoch das beste Bremer Resultat des gesamten Meisterschaftswochenendes heraus.

Mit Rang 12 über 300 Meter erreichte Tom Graap das beste Bremer Einzelresultat © Jörg Großmann

Auf der kurzen Hürdenstrecke über 80 Meter erwischte Joanna Otoko keinen guten Start und lief den Konkurrentinnen damit von Beginn an ein wenig hinterher. Dementsprechend fehlte ihr die Lockerheit, die sie vor kurzem bei ihrem Bestzeitlauf (12,03 sec) noch hatte. In 12,56 sec wurde Otoko in Bremen 16. von 17 Hürdensprinterinnen.

In den 4x100m Staffeln setzte sich die Berg- und Talfahrt nahtlos fort. Das männliche Staffelteam, welches erstmals in Bestbesetzung antrat und sich dementsprechend Hoffnungen auf eine neue persönliche Bestzeit gemacht hatte, schied aufgrund eines Wechselfehlers vorzeitig aus und musste daher alle Bestzeitträume begraben. Das Mädchenteam in der Besetzung Helena Hardt, Emma Strauß, Joanna Otoko und Tatjana Gerbrandt machte es allerdings deutlich besser, zeigte ein gutes Rennen und lief in 50,36 sec recht nah an ihre persönliche Bestzeit heran. Damit schaffte es das Quartett auf Rang 20 von insgesamt 30 angetretenen Staffelteams, was als guter Erfolg zu bewerten ist.

Rahel Rüdel sprintete über 100 Meter und 200 Meter so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr © Holger Seibke

Parallel zum zweiten DM Tag in Bremen traten bei der Sparkassen Gala in Regenburg die Sprinterinnen Svea Kittner und Rahel Rüdel über 100 Meter und 200 Meter der Frauen an. Svea Kittner gelang dabei besonders auf der 100 Meter Strecke ein toller Auftritt. In 11,83 sec ließ sie die Vielzahl der Sprinterinnen hinter sich und gewann verdient die Bronzemedaille. Ihre Mannschaftskollegin Rahel Rüdel hatte ebenfalls Grund zur Freude. In 11,99 sec sprintete sie erstmals seit drei Jahren wieder unter zwölf Sekunden und landete damit auf einem ebenfalls sehr gutem Rang 12. Auf der doppelten Distanz das gleiche Bild, auch hier kam Rüdel in 24,71 sec als Achte so schnell ins Ziel wie seit vielen Jahren nicht mehr, „ein richtig tolles Ergebnis“, wie Trainer Andrei Fabrizius hinterher feststellte. Svea Kittner lief in 24,41 sec auf Rang 4, hatte aber ein wenig „die Handbremse angezogen, da ihr leichte muskuläre Probleme im Oberschenkel zu schaffen machten“, so Fabrizius, der aber auch mit Kittners Leistung „total zufrieden“ war.

 

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